ENGELSKIRCHEN - Pünktlich mit dem offiziellen Beginn des Karnevals startete gestern um 11.11 Uhr die KG „Närrische Oberberger“ in die fünfte Jahreszeit. Unter jecker Beteiligung der Bevölkerung und der befreundeten Karnevalsvereine aus Ründeroth, Bielstein und Denklingen schunkelte sich das närrische Volk bei winterhaften Temperaturen warm. Für Oberbergs mit Abstand ältesten Karnevalsverein ist es die 118. Session. Und die wird als eine der längsten in die Geschichte eingehen.
Höhepunkt des närrischen Aufgalopps am gestrigen Morgen war die Vorstellung des neuen Dreigestirns, das mit seinem Schmölzje die Herzen der Jecken im Sturm eroberte. Prinz Markus I. Schneider, Bauer Michael Schröder und Jungfrau „Vicky“ (Victor) Helfer sind durch die Bank schon seit vielen Jahren dem Engelskirchener Karneval eng verbunden, teilweise bereits seit der Kindheit. Sie seien alle aus echtem Engelskirchener Holz geschnitzt, betonte Markus I. Und die drei haben eine weitere, gemeinsame Leidenschaft: Die Liebe zu den Fußballern des 1. FC. Köln.
Nach der Vorstellung durch Senatspräsident Peter Miebach übernahm der Prinz zwar noch nicht das Zepter aber immerhin das Mikrofon und stellte sein Schmölzje vor. „Wir freuen uns alle wahnsinnig auf die Session“, sagte Markus I. und strahlte dabei über beide Wangen. Das Motto des Trifoliums „Mit Spaß un Freud un jecke Tön, der Karneval ist himmlisch schön“ lieferte die Vorlage dafür, dass die Sessions-Schals diesmal nicht in den klassischen Vereinsfarben der KG, sondern himmelblau gehalten sind.
Engelskirchens Bürgermeister Dr. Gero Karthaus hatte eingangs seine Treffsicherheit bewiesen, als er ein Fass Freibier mit zwei beherzten Schlägen anschlug. KG-Vorsitzender Rudi Krautilik zeigte seine Stärken als Zappes. Derweil bereitete Sitzungspräsident Paul Remmel dem scheidenden Dreigestirn einen gebührenden Abschied. Prinz Marco I. Tessitori, Bauer Reinhold Müller und Jungfrau „Appolonia“ (Uwe) Lammers bescheinigte er, einen guten Job gemacht zu haben.
Punkt 11.11 Uhr schallte ein dreifach kräftiges „Mueschbech deheem“ durch Alzen. Im Hause des neuen Prinzen Franz-Josef Heinze trafen sich die Jecken. Mit von der Partie waren unter anderem der Damenelferrat mit Präsidentin Monica Stausberg, der Vorstand der KG Morsbach und Bürgermeister Jörg Bukowski.